Lernzettel für die Erzieher-Ausbildung · Sozialpädagogik
Erzieher-Ausbildung Lernkarten: Selbstreflexion: vier Methoden
Selbstreflexion bedeutet, das eigene Verhalten aus einer Metaperspektive möglichst sachlich wahrzunehmen, zu analysieren und daraus Folgerungen für das weitere Handeln zu ziehen. Sie unterstützt selbstgesteuertes Lernen, Verantwortung und professionelle Entwicklung, ohne sich nur auf Fehler zu konzentrieren.
Wichtige Fachbegriffe
Reflexionsspirale
Was ist geschehen? Was bedeutet es? Was folgt daraus für das nächste Mal?
Filtermodell
Erleben schrittweise von Beschreibung und Gefühl bis zu Lernen, Transfer und konkreter Veränderung vertiefen
SWOT-Analyse
Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken geordnet betrachten
Zeitlinie
Höhen und Tiefen eines Zeitraums sichtbar machen und daraus Lernerfahrungen ableiten
Beispiel aus der Kita
Nach einem schwierigen Morgen beschreibt die Fachkraft zuerst neutral die Situation, prüft ihre Gefühle und Wirkung, erkennt eine gelungene Reaktion und plant für das nächste Mal eine konkrete, erreichbare Handlung.
Merksatz
„Beschreiben – verstehen – Stärken sehen – nächsten Schritt planen.“
Typische Prüfungsfrage
Was ist Selbstreflexion und welche Methoden können Sie nutzen?
Selbstreflexion ist die sachliche Betrachtung und Auswertung des eigenen Handelns aus einer Metaperspektive. Geeignete Methoden sind Reflexionsspirale, Filtermodell, SWOT-Analyse und eine Zeitlinie mit Höhen und Tiefen.
Transferfrage mit Antwort
Wann wird Selbstreflexion unproduktiv und wie lässt sich das vermeiden?
Unproduktiv wird sie, wenn sie in Grübeln, Selbstabwertung oder reine Fehlersuche übergeht. Hilfreich sind konkrete Beobachtungen, der Blick auf Erfolge und Ressourcen, erreichbare Ziele sowie eine schriftliche Dokumentation, mit der Entwicklungen später verglichen werden können.
Zuletzt fachlich geprüft: 4. September 2026