Lernzettel für die Erzieher-Ausbildung · Spiel
Erzieher-Ausbildung Lernkarten: Fünf Merkmale des Spiels nach Hauser
Nach Hauser (2013) lässt sich Spiel an fünf Merkmalen erkennen: unvollständige Funktionalität, So-tun-als-ob, positive Aktivierung mit Fokussierung, Wiederholung mit Variation und ein entspanntes Feld. Die Merkmale sind Beobachtungshilfen und müssen in realen Kita-Situationen differenziert geprüft werden.
Wichtige Fachbegriffe
unvollständige Funktionalität
Spiel ist zweckfrei, aber nicht zwecklos; der Spielprozess steht im Vordergrund
So-tun-als-ob
Gegenstände, Handlungen und Rollen erhalten eine vorgestellte Bedeutung
positive Aktivierung und Fokussierung
Das Kind ist aufmerksam, konzentriert und kann in einen Flow kommen
Wiederholung und Variation
Handlungen werden wiederholt, verändert und exploriert
entspanntes Feld
Ein geschützter Rahmen ohne unnötigen Leistungsdruck ermöglicht Erprobung
Beispiel aus der Kita
Ein Kind verwandelt einen Karton in ein Auto, wiederholt die Fahrt mit neuen Rollen und bleibt lange konzentriert. Die Fachkraft erkennt Freude, geringe Ablenkbarkeit und eigenständige Variationen.
Merksatz
„Zweckfrei – als ob – fokussiert – variiert – entspannt.“
Typische Prüfungsfrage
Welche fünf Merkmale kennzeichnen Spiel nach Hauser?
Unvollständige Funktionalität, So-tun-als-ob, positive Aktivierung und Fokussierung, Wiederholung und Variation sowie ein entspanntes Feld.
Transferfrage mit Antwort
Welche Spielmerkmale können im Kita-Alltag eingeschränkt sein?
Vor allem Freiwilligkeit und das entspannte Feld können durch Zeitdruck, Pflichtangebote, Bewertung, feste Ergebnisse oder starke Eingriffe begrenzt werden. Deshalb beobachtet die Fachkraft, ob das Kind wirklich vertieft, positiv aktiviert und selbstbestimmt spielt.
Zuletzt fachlich geprüft: 4. September 2026