Study sheet for early years educator training · Play
Early years educator training flashcard: Spiel – Probeklausur mit Musterantworten
Übe fünf Aufgabenbereiche: Spielmerkmale, Entwicklungsvoraussetzungen, Spielformen, Bildungsprozesse und pädagogische Begleitung. Lies zuerst die Lernsituation, beantworte die Aufgaben und öffne anschließend die Musterantworten.
Übe fünf Aufgabenbereiche: Spielmerkmale, Entwicklungsvoraussetzungen, Spielformen, Bildungsprozesse und pädagogische Begleitung. Lies zuerst die Lernsituation, beantworte die Aufgaben und öffne anschließend die Musterantworten.
Key professional terms
AFB 1
Wissen nennen, definieren und beschreiben.
AFB 2
Wissen auf die Situation anwenden und Zusammenhänge erklären.
AFB 3
Deutungen und pädagogisches Handeln fachlich begründen und abwägen.
Lernzettel
Lernsituation: Kind A (2) und Kind B (4)
Kind A und Kind B spielen in der Puppenecke. Beide haben eine Puppe, verfolgen zunächst aber unterschiedliche Spielideen.
Kind A
Kind A sitzt auf einem Kissen und bewegt mehrfach die Arme und Beine seiner Puppe. Es beobachtet die Gelenke, dreht einen Arm und probiert verschiedene Bewegungen aus. Nach einer schlechten Nacht ist es müde und bleibt auf dem Kissen.
A explores repeated movements and is tired.Kind B
Kind B setzt seine Puppe an einen Tisch: ‚Das ist mein Baby. Es hat Hunger.‘ Es legt zwei Teller hin, zählt Holzstücke als Brote und benutzt einen Baustein als Telefon: ‚Ich rufe die Oma an.‘ Dann fragt es Kind A: ‚Will dein Baby auch essen?‘ Kind A schüttelt den Kopf und bewegt weiter die Puppenarme. Kind B spielt allein weiter.
B gives objects symbolic meanings and takes on a caring role.Pädagogische Fachkraft
Die Fachkraft beobachtet die Kinder. Sie bemerkt Kind As Müdigkeit. Kind B bittet sie um einen Löffel. Sie überlegt, wie sie beide Kinder begleiten kann, ohne ihre Spielideen zu bestimmen.
Observe and support without directing play.Falltraining
Probeklausur: Aufgaben und Musterantworten
Beantworte jede Aufgabe zuerst selbst. Öffne danach die Musterantwort und vergleiche Fachbegriffe, Textbelege und Begründungen.
01 · Aufgabe 1 · Merkmale des Spiels · AFB 1 Definieren Sie Spiel anhand von mindestens drei der fünf Merkmale nach Hauser (2013).
Musterantwort anzeigen
Spiel ist durch unvollständige Funktionalität gekennzeichnet: Die Handlung dient nicht unmittelbar einem notwendigen Alltagsergebnis. Beim So-tun-als-ob erhalten Handlungen oder Gegenstände eine vorgestellte Bedeutung. Positive Aktivierung und Fokussierung zeigen sich in aufmerksamer Beteiligung. Weitere Merkmale sind Wiederholung mit Variation sowie ein entspanntes Feld, in dem ohne unnötigen Druck gespielt werden kann. Eine Antwort soll mindestens drei Merkmale erklären, nicht nur aufzählen.
Define at least three characteristics; do not merely list them.02 · Aufgabe 2a · Entwicklungsvoraussetzungen · AFB 1 Nennen Sie die ersten fünf Entwicklungsvoraussetzungen in der Reihenfolge nach Franz (2023).
Musterantwort anzeigen
Das Unterrichtsblatt „Entwicklungsvoraussetzungen für bestimmte Spielformen“ (nach Franz 2023) nennt: 1. Objektpermanenz, 2. Symbolverständnis, 3. Perspektivenübernahme, 4. Unterscheidung von Wirklichkeit und Schein, 5. Bedürfnisaufschub und Impulskontrolle. Objektpermanenz bedeutet, dass Dinge auch unsichtbar weiterbestehen. Symbolverständnis ermöglicht stellvertretende Bedeutungen. Perspektivenübernahme berücksichtigt andere Sichtweisen. Wirklichkeit und Schein zu unterscheiden ermöglicht den Wechsel zwischen Spiel und Realität. Bedürfnisaufschub und Impulskontrolle helfen, eigene Wünsche zugunsten von Rollen oder Absprachen zurückzustellen. Regelverständnis ist Punkt 6 und gehört daher nicht zu den verlangten ersten fünf.
Object permanence, symbol understanding, perspective taking, reality and pretence, delayed needs and impulse control.03 · Aufgabe 2b · Meta-Kommunikation · AFB 1 Beschreiben Sie den Zusammenhang zwischen Meta-Kommunikation und der Unterscheidung von Wirklichkeit und Schein.
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Meta-Kommunikation bedeutet, über die Kommunikation beziehungsweise den Spielrahmen zu sprechen. Kinder können etwa sagen: ‚Das ist nur gespielt‘ oder ‚Du bist jetzt die Oma‘. Sie klären damit Rollen und die vorgestellte Bedeutung. Dafür müssen sie zwischen der realen Situation und der Spielwirklichkeit unterscheiden können: Der Baustein bleibt real ein Baustein, ist im Spiel aber ein Telefon.
Talking about the play framework: this is only pretend; you are the grandmother now.04 · Aufgabe 3a · Spielformen · AFB 3 Erläutern und begründen Sie, welche Spielformen bei Kind A und Kind B erkennbar sind.
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Kind A zeigt Funktions- beziehungsweise Übungsspiel mit explorativen Anteilen. Es untersucht die beweglichen Puppengelenke, wiederholt Bewegungen und variiert sie. Eine fürsorgliche Rolle oder vorgestellte Handlung ist bei A nicht beschrieben. Kind B zeigt Symbolspiel: Holzstücke stehen für Brot und ein Baustein für ein Telefon. Rollenspiel ist ebenfalls erkennbar, weil B die Rolle einer betreuenden Person übernimmt und das Baby versorgt. Mehrere Spielformen können sich überschneiden. Entscheidend ist das beobachtete Handeln, nicht allein das Alter oder die Puppe als Material.
A: functional play and exploration. B: symbolic and role play. Give evidence for each classification.05 · Aufgabe 3b · Soziale Organisation · AFB 2 Erläutern Sie, ob die Kinder im Allein-, Parallel- oder Kooperationsspiel spielen.
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Jedes Kind verfolgt zunächst eine eigene Spielhandlung. Das Nebeneinander im gleichen Spielbereich mit ähnlichem Material spricht für Parallelspiel; die Handlungen bleiben individuell. Bs Einladung ist ein Kontaktangebot, begründet aber noch kein Kooperationsspiel: A lehnt ab, eine gemeinsame Spielidee oder abgestimmte Rollen entstehen nicht. Eine begründete Antwort unterscheidet die individuelle Tätigkeit vom sozialen Nebeneinander und behauptet keine Kooperation ohne Textbeleg.
Being beside each other is not enough: cooperation requires a shared idea and agreement.06 · Aufgabe 4 · Dimensionen und Bildungsprozesse · AFB 3 Erläutern Sie, welche Bildungsprozesse bei beiden Kindern erkennbar sind. Belegen Sie Ihre Aussagen mit der Lernsituation.
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Bei A sind sensomotorische Prozesse erkennbar: Handbewegungen, Sehen und die Bewegung der Gelenke werden verbunden. Kognitive beziehungsweise technische Exploration zeigt sich im Erproben, welche Bewegungen die Puppe ermöglicht. Bei B sind kreativ-fantasievolle und kognitive Prozesse durch symbolische Umdeutungen sichtbar. Sprachlich-kommunikative Prozesse zeigen sich in Äußerungen und der Einladung an A. Das Zählen der Holzstücke berührt die mathematisch-logische Dimension. Die Versorgung des Babys verarbeitet kulturell-lebenspraktische Erfahrungen. B bietet sozialen Kontakt an; daraus darf jedoch keine bereits gelungene Kooperation abgeleitet werden. Es müssen passende Dimensionen mit Belegen erklärt werden, nicht alle Dimensionen behauptet werden.
Name the dimension, identify the behaviour and explain the learning connection.07 · Aufgabe 5 · Handeln der pädagogischen Fachkraft · AFB 3 Welche Aufgaben hat die Fachkraft? Erläutern Sie, wie sie beide Kinder angemessen begleiten kann.
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Die Fachkraft beobachtet zuerst Interessen, Bedürfnisse und Spielverlauf. Bei A respektiert sie Müdigkeit und die Ablehnung der Einladung, ermöglicht Ruhe und drängt nicht zum Mitspielen. Bei B reagiert sie auf die Bitte um einen Löffel und stellt geeignetes, sicheres Material bereit. Ein offener Impuls wie ‚Was braucht dein Baby noch?‘ kann das Spiel erweitern, wenn B Unterstützung möchte. Sie gibt Zeit und Raum, übernimmt keine festen Rollen und schreibt kein Ergebnis vor. Kontaktangebote bleiben freiwillig. Bei Gefahr oder Grenzverletzungen greift sie ein. So unterstützt sie Selbstbestimmung, Selbstbildung und Beteiligung und passt ihr Handeln an beide Kinder an.
Observe, respect tiredness and refusal, offer appropriate support and ensure safety.Example from early years practice
Eine begründete Prüfungsantwort: ‚Kind B zeigt Symbolspiel, weil der Baustein stellvertretend für ein Telefon verwendet wird. Das Kind gibt einem realen Gegenstand eine vorgestellte Bedeutung.‘
Memory sentence
„Fachbegriff – Erklärung – Textbeleg – Begründung.“
Reliable professional sources
5 Spiel-Probeklausuren · Aufgaben und Antwortblätter (PDF)5 Spiel-Probeklausuren · Erwartungshorizonte und Musterlösungen (PDF)Last professionally reviewed: 4 September 2026