Lernzettel für die Erzieher-Ausbildung · Kommunikation / Deutsch

Erzieher-Ausbildung Lernkarten: Embodiment: Körper, Psyche und Kommunikation

Embodiment beschreibt die wechselseitige Verbindung von Körper und psychischem Erleben. Körperhaltung, Mimik, Atmung, Stimme und Abstand beeinflussen Kommunikation und können zugleich durch Gefühle und Gedanken verändert werden. Pädagogische Fachkräfte nehmen diese Signale wahr, ohne sie vorschnell eindeutig zu deuten.

Wichtige Fachbegriffe

Embodiment

Körper und psychisches Erleben beeinflussen sich wechselseitig

nonverbale Signale

Mimik, Gestik, Körperhaltung, Blick und Abstand

paraverbale Signale

Tonfall, Lautstärke, Sprechtempo und Pausen

Interaktionsebene

Körperliche Signale wirken zwischen den beteiligten Personen

Lernzettel

Chancen und Grenzen

Das Modell erweitert den Blick auf Kommunikation, ersetzt aber weder Gespräch noch Kontextprüfung.

Chance

nonverbale Signale, Beziehungsebene und eigene körperliche Reaktionen bewusster wahrnehmen

Grenze

Ein Signal kann verschiedene Ursachen haben und ist kulturell sowie situativ geprägt

Professioneller Schritt

beobachten, neutral beschreiben, vorsichtig nachfragen und die Antwort des Gegenübers einbeziehen

Beispiel aus der Kita

Ein Kind sagt ‚Alles gut‘, hält den Körper aber angespannt und meidet Blickkontakt. Die Fachkraft behauptet nicht, das Kind sei traurig. Sie sagt: ‚Ich sehe, dass du ganz still bist. Möchtest du mir sagen, was du gerade brauchst?‘

Merksatz

„Körpersignale wahrnehmen – Bedeutung offenlassen – feinfühlig nachfragen.“

Zuletzt fachlich geprüft: 4. September 2026